StandUP-PAF! Juso und Julis gemeinsam gegen "Rechts".

Pfaffenhofen ist Bunt - nicht braun!

Nach dem Leitgedanken „Geschlossen als Demokraten auftreten“ zeigten Jusos und Julis, die Jugendorganisation der FDP Pfaffenhofen, im Rahmen der von den Pfaffenhofener Jusos ins Leben gerufenen überparteilichen Initiative "StandUP PAF" gemeinsam entschieden Präsenz gegen die rechte Jugendszene in Pfaffenhofen. Die erste Aktion am Samstag den 06.10.2007 in der Freuenstraße kann als voller Erfolg gewertet werden.

Viele Pfaffenhofener informierten sich und zeigten sich schockiert über die Tatsache, dass in Pfaffenhofen eine rechtsextreme Szene existiert und sich im Februar sogar ein Angriff auf einen dunkelhäutigen jungen Mann ereignete. „Davon habe ich ja noch nie etwas gehört!“ oder „Ehrlich, gibt es sowas?“ waren gängige Reaktionen von Besuchern des Info-Standes. „Wir haben uns mit den Julis zusammengetan, um die Pfaffenhofener zu informieren, wachzurütteln und zu solidarisieren. Es kann nicht sein, dass die Öffentlichkeit meint, Pfaffenhofen wäre ein heiles Pflaster", so Johannes Gold Mitinitiator der Aktion.

Hintergrund: Tatsächlich ist eine rechte Szene in der Kreisstadt sehr wohl vorhanden. Die Polizei spricht von 5-10 jungen Leuten, die immer wieder durch ausländerfeindlich oder rassistisch motivierte Straftaten auffallen. Nach dem Angriff auf einen jungen Schwarzen am Hauptplatz kam es zu einem Gerichtsverfahren, wobei die beiden Täter rechtskräftig zu Jugendarreststrafen verurteilt wurden. Die beiden Täter sind Stammgäste in der Kneipe `Bierfilzl´, das Pfaffenhofens Rechtsextreme als ihren Treffpunkt benutzen.

Jusos und Junge Liberale wollen zusammen zeigen, dass sie eine tolerantes MIteinander in Pfaffenhofen wollen. Der erste Schritt dazu soll die Bürger zum Aufstehen gegen Rechts zu bewegen, erklärt Andreas Dimmelmeier (Jusos PAF). So versteht sich auch der Name der Initiative "StandUP PAF" als Aufforderung die Menschen in Pfaffenhofen sich zu solidarisieren und gegen rechte Gewalt, für eine tolerante Gesellschaft einzutreten. Viele Vereine und Gruppen stehen bereits hinter dem Projekt. So haben beispielsweise Vertreter des islamisch-türkischen Kulturvereins ditib oder die Evangelische Jugend Pfaffenhofen ihre Unterstützung zugesichert. Pfaffenhofen ist bunt und nicht braun Wer den Stand besuchte, erhielt eine weiße Schleife des Engagements gegen Rechts. Einen kleinen Schritt für mehr Aufmerksamkeit bezüglich des Themas soll auch ein echtes Bierfilzl mit dem Aufdruck "Anti-Nazi Filzl" beitragen.

Rechte Reaktion am Abend

Am Abend der ersten Infoveranstaltung versammelten sich eine Gruppe von Rechtsextremen vor der Kneipe "Bierfilzl" zu einer Gegendemonstration. Schnell hatte sich das Gerücht verbreitet, dass die Neonazi-Organisation „Sturm Freising“ die Veranstaltung des Parteienbündnisses im Terminkalender ihrer Internetseite notiert hatte und ihre Mitglieder aufgefordert hatte, nach Pfaffenhofen zu fahren um den Aktionsstand, so wörtlich, „auseinanderzunehmen“. Tatsächlich rotteten sich gegen 19 Uhr etwa 25-30 rechte Jugendliche vor ihrer Kneipe zusammen, jedoch wohl hauptsächlich aus Pfaffenhofen. Lediglich ein Rädelsführer von Sturm Freising, in schwarzem Anzug und lachsfarbenen Hemd betont seriös gekleidet, begutachtete die Veranstaltung der Jusos interessiert, ließ sich jedoch auf keine Diskussion ein und verschwand innerhalb kürzester Zeit in der Kneipe. Juso-Vorsitzender Johannes Gold war geschockt und angewidert über die Reaktion der Rechten: „Dass die hier so ein Aufgebot mobilisiert haben, zeigt, wie sauer die sind, dass wir in ihr Wespennest gestochen haben. Die Aktion `PAF gemeinsam gegen Rechts´ war offensichtlich dringend nötig“.

Jusos und Junge Liberale fordern: Der Stadtrat muss handeln!

Jusos und Junge Liberale fordern nun auch die Stadtverwaltung auf konkrete Schritte zu unternehmen. Mittels einer Unterschriftenaktion bringen Sie den Vorschlag eines Beauftragten zum Thema "Rechtsextremismus" im Pfaffenhofener Stadtrat einzuführen. „Initiativen wie StandUP PAF leisten wertvolle Vorarbeit zur Bekämpfung der rechten Szene, aber um wirkliche Fortschritte zu erzielen, muss die Stadt selbst handeln“, erklärte Andreas Dimmelmeier.

 
 

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