PFC: Bürgerwohl vor Militärinteressen! Handeln statt beschwichtigen!

Regionalpolitik

Vorfinanzierung unvermeidbarer Kosten der betroffenen Bürger und Landwirte. Weitere Verseuchung stoppen durch Sofortmaßnahmen auf dem Flughafengelände. Bürgerinitiativen vollumfänglich unterstützen!

Am Militärflughafen Manching wurden bis vor einigen Jahren giftige PFC-haltige Löschschäume verwendet. Über das Grundwasser hat sich das Gift in der Umgebung ausgebreitet - mit erheblichen Konsequenzen für die Anwohner, Kommune und die Landwirtschaft.

Das Landratsamt hat kürzlich per Erlass die Nutzung privater Brunnen in Bereichen rund um den Flugplatz bis zum Jahr 2032 verboten. Wer jetzt noch ein Haus im PFC-Gebiet bauen will, muss unter Umständen auf einen Keller verzichten, die Kommune ist bei Infrastrukturmaßnahmen betroffen und die Landwirte fürchten um ihre Ernte.

Ein Umweltskandal ist es zweifelsfrei heute schon. Inwieweit Gefahr für Leib und Leben besteht, werden die weiteren Untersuchungen zeigen. Das Thema PFC wird den Landkreis und vor allem die Betroffenen Bürger jedenfalls noch lange beschäftigen.

SPD Kreisvorsitzender Käser: “Alle hoffen, dass das Schlimmste nicht eintritt, jedoch bis zur Klärung aller Fakten dürfen nicht Bürger und Kommune die alleinigen Leidtragenden sein.”

Bürgerwohl vor Militärinteressen!
Bund, Staatsregierung und Landkreis müssen in erster Linie unsere Bevölkerung schützen, bzw. vor Schaden bewahren, und nicht die Bundeswehr in Schutz nehmen!

Die Bewohner der betroffenen Gemeinden haben nicht nur beachtliche Schäden zu bezahlen und bangen um ihre Lebensqualität, sondern fordern vor allem Gerechtigkeit.

“Während Mütter Sorge haben, ob sie noch stillen können, Bauleute nicht wissen wohin mit dem Bau-Aushub oder die Gemeinde einen Wasserrohrbruch zukünftig nicht ohne hohe Kosten beheben kann, ist die Bundeswehr immer noch mit Gutachten beschäftigt.

Es kann nicht sein, dass der Bund und die Bundeswehr mit Samthandschuhen angefasst werden, während den Bürgern Kosten entstehen und niemand weiß ob diese jemals beglichen werden.

Die Bürgerinitiativen fordern zurecht, dass der Flughafen sofortige Maßnahmen ergreifen muss um die weitere Verseuchung zu stoppen”, so Käser weiter.

Die Bundeswehr muss den Fluss, der durch das Gelände des Flughafens Manching fließt, sofort vor weiterer Verunreinigung schützen, damit nicht weiterhin sauberes Wasser verschmutzt wird.

Handeln statt beschwichtigen!
Die SPD im Landkreis Pfaffenhofen fordert Land und Bund auf Ihre Verantwortung nicht aufs Landratsamt oder die Bürger abschieben.

Informieren ist gut, aber nicht ausreichend!

Landrat Martin Wolf darf keine Rücksicht auf Parteikollegen nehmen und klar machen auf wessen Seite er steht. Die Bürgerinitiativen sind vollumfänglich von der Lokalpolitik zu unterstützen!

Außerdem müssen sofortige Sanierungsmaßnahmen auf dem Flughafengelände begonnen werden um weitere Verseuchung zu stoppen!
Es ist absolut inakzeptabel, dass auf dem Flughafengelände bisher keine Maßnahmen getroffen wurden.

Die Kosten sind vom Verursacher zu tragen und nicht durch die betroffenen Bürger!

Für notwendige Maßnahmen und Mehrkosten von Bürgern, Landwirten und Kommunen, die unmittelbar im Zusammenhang mit der PFC-Belastung stehen, sollen Land und Landkreis, unbürokratisch in Vorleistungen gehen!

Dass unbürokratische Hilfe und Vorleistungen möglich sind, wurde im Rahmen der Fluchtkrise schon einmal unter Beweis gestellt.

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Weitere Infos zum Thema:
https://www.br.de/br-fernsehen/sendungen/kontrovers/bayernweite-belastung-gefaehrliche-chemikalien-im-trinkwasser-100.html

Der SPD-Umwelt- und Verbraucherschützer Florian von Brunn hat in Absprache mit Kreisvorstand der SPD im Landkreis Pfaffenhofen einen parlamentarischen Antrag eingebracht und will damit verhindern, dass die Staatsregierung die Fälle - wie zuvor im Landkreis Altötting - heruntergespielt und die Bevölkerung über die Gefahren der Chemikalien im Unklaren lässt.

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