Seniorenbus Pfaffenhofen startet 2019

Senioren

Wie zum Einkaufen kommen? Wie die vollen Taschen nach Hause schleppen? Der öffentliche Stadtbus hält eventuell zu weit weg von der eigenen Wohnung, der Ein- und Ausstieg ist beschwerlich, Taxis sind auf Dauer zu teuer - Gründe für einen Seniorenrufbus gibt es genug.

Die SPD Pfaffenhofen und Arbeiterwohlfahrt Pfaffenhofen wollen deshalb ab Frühjahr (voraussichtlich März / April - genauer Termin wird noch bekannt gegeben) gemeinsam einen Fahrdienst für Senioren im Stadtgebiet und den Ortsteilen Pfaffenhofen anbieten. Die Testphase soll ein Jahr dauern. Alle Personen, die das 60. Lebensjahr vollendet haben oder über 50 Jahre alt sind und einen Schwerbehindertenausweis besitzen, können kostenlos innerhalb des Gemeindegebietes mitfahren.

Zur Finanzierung hat die Kleiderkammer Pfaffenhofen 10.000 Euro beigetragen.

Das Konzept steht bereits im Kern. Der Bus startet während der Testphase zunächst an zwei Tagen pro Woche. Für diese Fahrten wird ein seniorengerechter Kleinbus eingesetzt werden.

Auch zu speziellen Veranstaltungen, wie zum Beispiel im Seniorenbüro, soll der Fahrdienst zusätzlich vorher bestellt werden können.

Die Beförderung erfolgt an Haltestellen und wenn nötig von Haustür zu Haustür, jedoch müssen sich die Mitfahrer, was die Abfahrtszeiten betrifft, etwas aufeinander einstellen, das heißt die Abfahrtszeiten richten sich nach den eingegangen Bestellungen. Die Bestellung soll vorher per Telefon oder online erfolgen.

Interessierte Nutzer können ihren Bedarf allerdings schon ab heute anmelden und sich als Fahrgäste registrieren lassen. Ebenfalls werden noch ehrenamtliche Helfer gesucht.

Anmeldungen nimmt die Betreibergemeinschaft von AWO und SPD Pfaffenhofen unter pfaffenhofen@spd-paf.de entgegen.

Der seniorengerechte Bus wird von einem Busunternehmen zum Selbstkostenpreis zur Verfügung gestellt. Die Mitfahrt ist während der Testphase kostenlos. Nach einem Jahr wollen die Verantwortlichen entscheiden, ob der Dienst beibehalten werden kann.

Die Fahrer und Helfer arbeiten ehrenamtlich.
Die Kosten für Bus, Versicherungen und Benzin werden von der SPD und der Arbeiterwohlfahrt getragen. Die Kleiderkammer Pfaffenhofen hat einen Zuschuss in Höhe von 10.000 Euro zur Starthilfe geleistet.

“Wir wollen unseren Seniorinnen und Senioren mehr Bewegungsfreiheit und Unabhängigkeit bieten. Wer aus verschiedenen Gründen nicht mehr Auto oder Bus Fahren kann, der muss in Zukunft trotzdem nicht zu Hause sitzen bleiben”, so die Verantwortlichen von AWO und SPD, Verena Kiss-Lohwasser und Markus Käser.

 
 
 

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